Wie ich Selbstverlegerin geworden bin

Wie ich Selbstverlegerin geworden bin 

Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, in der ich Zuhause in meinem Zimmer saß, auf der automatischen Schreibmaschine meiner Eltern herumhakte und mir wünschte, eines Tages meine unzähligen Geschichten tatsächlich veröffentlichen zu können. Als Autorin, ganz offiziell über einen Verlag.
Etliche Jahre später, ich studierte inzwischen Germanistik und besaß einen Computer (yay!), stieß ich im Internet erstmalig auf die Möglichkeit, als Indieautorin aktiv zu werden und meine Bücher im sogenannten Selbstverlag zu veröffentlichen.
In dieser Zeit schrieb ich noch immer, nicht mehr ganz so regelmäßig wie während meiner Schulzeit, aber mit mindestens genauso viel Begeisterung. Allerdings war dieses sogenannte „Self-Publishing“ etwas, womit ich mich erst einmal eingehender auseinandersetzen musste.

 

Kindle Direct Publishing in Deutschland

 

So richtig aktiv wurde ich deswegen auch erst 2011, als Amazon seine Plattform KDP auch für den deutschen Mark frei zugänglich machte und ich mir sagte: „Jetzt oder nie“.
Zuvor hatte ich bereits von einigen Erfolgsgeschichten aus den USA gehört und war super neugierig, wie das alles so funktionieren sollte.
Ich muss dazu sagen, dass es mir immer schon schwer gefallen ist, Menschen, die mir nahe stehen, eine meiner Geschichten zum Lesen zu geben und erhoffte mir deshalb erstmalig objektives Feedback. Schließlich waren das Leute, die mich nicht kannten und von denen ich mir eine objektive Meinung erhoffte. Zwei Dinge interessierte mich deshalb ganz besonders: „Konnte ich wirklich schreiben und mochten die Menschen, was ich ihnen erzählte?“
Obwohl das Self-Publishing zu dieser Zeit noch recht neu war, fand ich im Internet viele tolle Tipps, mit deren Hilfe es mir 2012 schließlich gelang, meine erste Trilogie „Mondscheinjammer“ zu veröffentlichen.
Der Titel ist vielleicht nicht der Schönste und ich habe schon oft darüber nachgedacht, ihn zu ändern, doch möchte ich mit einem Namenswechsel niemanden verwirren, der das Buch dann eventuell doppelt kaufen und sich darüber ärgern würde.

 
Was bedeutet Self-Publishing?

 

Und genau das ist es, was Self-Publishing bedeutet. Als Autor trifft man einfach sämtliche Entscheidungen allein. Man entwirft also nicht nur die Geschichte, man ist auch für das Lektorat, Korrektorat, den Titel, das Cover und das Marketing verantwortlich.
Selbst die Frage, wo ich mein nächstes Buch am Schluss veröffentlichen möchte, sollte gut überlegt sein. Inzwischen gibt es im Netz sehr viele Anbieter, die einem beim Self-Publishing unterstützen und den eigenen Titel an sämtliche Onlinebuchhandlungen ausliefern können.
Ich persönlich nutze für meine erste Trilogie „Mondscheinjammer“ noch immer KDP, um über Amazon zu veröffentlichen. Der Grund sind die dort erhaltenen positiven Rezensionen, auf die ich ungerne verzichten möchte.
Glücklicherweise kann man bei einigen Self-Publishing-Plattformen mittlerweile den einen oder anderen Shop auch abwählen, so dass das Veröffentlichen über zwei Plattformen kein Problem mehr darstellt.
Ganz schön viel. Aber es macht Spaß!
Und am Ende freut man sich einfach einen Loch in den Bauch, wenn man eine positive Rezension oder konstruktive Kritik zurückbekommt.
Für mich hat sich der Weg in den Selbstverlag auf jeden Fall gelohnt. Ich liebe noch immer die Figuren meiner ersten Trilogie und freue mich schon, dir demnächst den ersten Teil meiner neuen Trilogie vorstellen zu können.

Alles Liebe
Kati.

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